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Bei Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) sollte die Behandlung beim ersten Anzeichen eines intermediären Risikos mit UPTRAVI® ergänzt werden.[1][2]

Empfohlener Zeitpunkt zur Einleitung von UPTRAVI®


Den Leitlinien der European Society of Cardiology (ESC)/European Respiratory Society (ERS) von 2015 zufolge besteht das übergeordnete Behandlungsziel bei Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) darin, einen niedrigen Risikostatus zu erreichen oder beizubehalten, was mit einer guten körperlichen Leistungsfähigkeit, einer guten Lebensqualität, einer guten rechtsventrikulären Funktion und einem geringen Mortalitätsrisiko einhergeht. Zur Beurteilung des Risikostatus der Patienten wird eine regelmässige Risikobeurteilung anhand mehrerer Parameter empfohlen.[1]

Die Therapieergänzung mit UPTRAVI® wird empfohlen, wenn die Patienten mit einer Zweifach-Kombinationstherapie oder einer Monotherapie nicht ausreichend eingestellt werden können und den angestrebten Niedrigrisikostatus nicht erreichen.[1][2]

UPTRAVI® ist das einzige Arzneimittel mit einer Klasse-I-Empfehlung für die frühzeitige sequenzielle Kombination mit einem Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (ERA) und/oder einem Phosphodiesterase-5-Inhibitor (PDE-5-I).[1]

ESC/ERS-Leitlinien 2015 zur Anwendung von UPTRAVI® im Rahmen einer sequenziellen Kombinationstherapie[1]

Modifiziert nach Galiè N, et al. 2016[1]

Dosierung und Titration


Die Bedeutung einer individualisierten Dosierung

UPTRAVI® bewirkt eine Relaxation und Dilatation der Blutgefässe, indem es an den Prostazyklin(IP)-Rezeptoren auf der Zelloberfläche als Agonist wirkt. Diese IP-Rezeptoren sind bei den Patienten in unterschiedlicher Dichte vorhanden:[7]

  • Bei Patienten mit einer niedrigen IP-Rezeptorendichte müssen viele IP-Rezeptoren besetzt werden, daher benötigen sie voraussichtlich eine höhere Dosis von UPTRAVI®[7]
  • Bei Patienten mit einer hohen IP-Rezeptorendichte müssen wenige IP-Rezeptoren besetzt werden, daher benötigen sie voraussichtlich eine niedrigere Dosis von UPTRAVI®[7]

Diese physiologischen Unterschiede liefern eine Erklärung für die Bedeutung einer individualisierten Dosis für jeden Patienten. Die UPTRAVI®-Dosis wird über Wochen hinweg stufenweise erhöht, damit sich der Körper der Patienten allmählich an die neue Medikation anpassen kann.[4]

Erreichen der individualisierten Erhaltungsdosis

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 200 Mikrogramm zweimal täglich. Durch die Einnahme zusammen mit Nahrung lässt sich die Verträglichkeit eventuell verbessern. Die Dosis wird üblicherweise jede Woche um jeweils 200 Mikrogramm zweimal täglich bis zur höchsten verträglichen Dosis bzw. auf bis zu 1’600 Mikrogramm zweimal täglich erhöht. Wenn eine Dosis nicht vertragen wird, ist die Dosis auf die letzte zuvor vertragene Dosis zu reduzieren.[5]

Durch Einstellen einer individualisierten Erhaltungsdosis kann jeder Patient die für ihn optimale Dosis erreichen

Wenn eine UPTRAVI®-Dosis ausgelassen wird, sollten die Patienten die ausgelassene Dosis so schnell wie möglich nachholen, es sei denn, die nächste Dosis ist innerhalb der nächsten 6 Stunden fällig. Wenn die Behandlung mit UPTRAVI® für 3 Tage oder länger unterbrochen wird, muss die Wiederaufnahme in einer niedrigeren Dosis mit anschliessender erneuten Hochtitration der Dosis erfolgen.[5]

UPTRAVI® zeichnet sich unabhängig von der individuellen Erhaltungsdosis durch einheitliche Wirksamkeit aus[6]


In der GRIPHON-Studie zeichnete sich UPTRAVI® unabhängig von der angewendeten individuellen Erhaltungsdosis in allen Gruppen durch einheitliche Wirksamkeit aus und hatte bei Patienten mit PAH unter zweimal täglicher Behandlung mit einer niedrigen, mittleren oder hohen Dosis eine Reduktion des Risikos eines Morbiditäts-/Mortalitätsereignisses* vs. Plazebo zur Folge.[6]

Modifiziert nach Sitbon O, et al. 2015[6]

*Gemessen anhand eines zusammengesetzten primären Endpunkts. Die Ergebnisse gelten nicht bei isolierter Betrachtung der Mortalität.[7]
Gruppe mit niedriger Dosis (HR 0.60; 95 %-KI: 0.41–0.88), Gruppe mit mittlerer Dosis (HR 0.53; 95 %-KI: 0.38–0.72), Gruppe mit hoher Dosis (HR 0.64; 95 %-KI: 0.49–0.82).[6]

Behandlung von Nebenwirkungen während der Titrationsphase

Nebenwirkungen sind ein indirektes Zeichen für eine wirksame Aktivierung der IP-Rezeptoren und helfen dabei, die individuelle UPTRAVI®-Dosis festzustellen.[4]

Nebenwirkungen in der Titrationsphase lassen sich mit rezeptfreien Arzneimitteln behandeln und minimieren, indem die erste Dosis einer neuen Titrationsstufe jeweils am Abend eingenommen wird. Sobald die Patienten ihre individuelle Erhaltungsdosis erreicht haben, klingen die Nebenwirkungen häufig ab.[4][5]

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Sicherheit und Verträglichkeit

UPTRAVI® zeichnet sich durch ein gut beschriebenes und überschaubares Sicherheitsprofil aus.[5][7]

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KI, Konfidenzintervall; ERA, Endothelin-Rezeptor-Antagonist; ERS, European Respiratory Society; ESC, European Society of Cardiology; FC, Funktionsklasse; HR, Hazard Ratio; IP, Prostazyklin; PAH, pulmonale arterielle Hypertonie; PDE-5-I, Phosphodiesterase-5-Inhibitor; WHO, Weltgesundheitsorganisation

Aktuelle Fachinformation/Patienteninformation

Die aktuellen Arzneimittel-Fachinformationen und Patienteninformationen finden Sie unter: https://www.swissmedicinfo.ch

Für weitere Informationen zu UPTRAVI®, siehe Fachinformation UPTRAVI® auf: https://www.swissmedicinfo.ch

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Referenzen

Galiè N, et al. 2015 ESC/ERS Guidelines for the diagnosis and treatment of pulmonary hypertension: The Joint Task Force for the Diagnosis and Treatment of Pulmonary Hypertension of the European Society of Cardiology (ESC) and the European Respiratory Society (ERS): Endorsed by: Association for European Paediatric and Congenital Cardiology (AEPC), International Society for Heart and Lung Transplantation (ISHLT). Eur Heart J 2016;37(1):67-119.
Galiè N, et al. Risk stratification and medical therapy of pulmonary arterial hypertension. Eur Respir J 2019;53(1):1801889.
McLaughlin VV, et al. Results of an Expert Consensus Survey on the Treatment of Pulmonary Arterial Hypertension With Oral Prostacyclin Pathway Agents. Chest 2020;157(4):955-965.
Kingman M, et al. Management of prostacyclin side effects in adult patients with pulmonary arterial hypertension. Pulm Circ 2017;7(3):598-608.
Sitbon O, et al. Selexipag for the Treatment of Pulmonary Arterial Hypertension. N Engl J Med 2015;373(26):2522-33 (supplementary appendix).
Sitbon O, et al. Selexipag for the Treatment of Pulmonary Arterial Hypertension. N Engl J Med 2015;373(26):2522-33.
CP-288371 - Januar 2022